
Taiji Ball Qigong
Im Taiji Ball Qigong verwenden wir einen Ball zum Üben. Die Dreh- und Spiral-Bewegungen sind wunderbar für eine geschmeidige Wirbelsäule, vertiefen die Atmung und stärken
Taiji Schwert (Tàijí Jiàn 太極劍) zählt zu den beliebtesten Waffenformen des Taiji Quan. Wer es zum ersten Mal in Bewegung sieht, ist oft überrascht: Die Bewegungen wirken fließend und mühelos und gleichzeitig präzise und klar. Genau diese Verbindung von Eleganz und Fokus macht das Schwert-Taiji zu einer besonders attraktiven Bewegungsschulung.
Was sind nun die Besonderheiten des Trainings mit einer „Waffe“? Das Schwert verlängert die Reichweite, hat ein Gewicht und bedarf einer genauen Führung. Schon kleine Winkeländerungen im Handgelenk beeinflussen die Bewegung des Schwertes. Während bei der Ausführung der Soloform kleinere Ungenauigkeiten nicht auffallen, macht Taiji-Schwert diese sichtbar.
Neben dem Schwert gibt es auch den Taiji-Säbel (Tàijí Dāo), der sich etwas einfacher handhaben lässt, aber weniger verbreitet ist.
Ein wichtiger Aspekt des Schwert Taiji ist die geschickte Handhabung. Das bedeutet zum Beispiel, es im richtigen Moment zu beschleunigen, ohne die Eigenbewegung des Schwertes zu behindern. Dafür sind ein gutes Timing und das Gespür für den Schwerpunkt des Schwertes wesentlich.
Die Bewegung soll aus dem Zentrum entstehen. Sind die Schultern entspannt und der Rumpf beweglich lenkt der Bewegungsimpuls aus der Mitte das Schwert. Schließlich soll das Schwert geführt werden, fließende Bewegungen münden in Schwerttechniken.
Von weit ausladenden Bewegungen zu konzentrierter Sammlung. Der ständige Wechsel von ausdehnenden und zusammenführenden Bewegungen bringt Ausdruck und Dynamik hervor. Anders ausgedrückt, Yin und Yang Phasen werden deutlich unterschieden. Das ist schließlich eines der Merkmale des Taiji Quan und die Verlängerung der Reichweite durch das Schwert verdeutlicht dies. Die Kunst dabei ist es, im Gleichgewicht zu bleiben und dafür sind eine gute Erdung und Verwurzelung notwendig. Dies stellt einen weiteren Yin- und Yang Bezug dar: Stabilität und Beweglichkeit in Harmonie.
Ein weiteres Merkmal Waffenformen und von Schwert Taiji im Besonderen ist das Fokustraining, das darin besteht, den Fokus auf unterschiedliche Bereiche des Schwertes zu lenken, als Verlängerung unserer Hand. Je nach Anwendung kann dies die Spitze des Schwertes oder der vordere Teil der Klinge bei Schnittführung oder der hintere Teil bei Blockbewegungen sein. Richtungswechsel sind ein gutes Training, um den Fokus, die Ausrichtung rasch von einer Technik zur nächsten zu ändern.
Grundsätzlich kann man zwischen zwei Techniken unterscheiden: Schnitte und Stiche. Stiche werden mit Fokus auf die Schwertspitze, während Schnitte mit dem vorderen Drittel der Klinge ausgeführt werden. Die Techniken lassen sich noch weiter unterteilen, je nachdem in welchem Winkel das Schwert angesetzt wird.
Für das Erlernen ist es wichtig, das Schwert genau zu führen. Während des Schnittes soll die Klinge gedreht werden, damit sie in derselben Ebene bleibt.
Eine gute Schnitttechnik ist auch im Alltag hilfreich. Zum Beispiel in der Küche, das Messer wird mit leichtem Druck angesetzt und dann gezogen.
Eine Eigenheit der Taiji-Schwertform besteht darin, dass der freie Arm die Techniken der Schwerthand ausbalanciert. Die Handhaltung der freien Hand besteht aus den sogenannten Schwertfingern. Dabei sind Zeige- und Mittelfinger gestreckt, während der Daumen auf den gebeugten Klein- und Ringfinger gelegt wird. Diese Handhaltung finden wir auch in diversen Qigong Formen wieder.
Als Trainingsgerät verwenden wir ein Übungsschwert aus Holz oder Metall, das nicht geschliffen ist. Es ist gerade und zweischneidig und hat zwischen Griff und Klinge eine Parierstange. Häufig finden sich Gravuren und Verzierungen an der Klinge. Die Länge richtet sich nach der Körpergröße.
Das originale Schwert ist schwerer als heute gebräuchliche Übungsschwerter und war im vorderen Drittel der Klinge scharf geschliffen. Es ist nicht zu vergleichen mit alten europäischen Schwertern, da es viel leichter ist und für das Blocken von gegnerischen Angriffen nicht geeignet war.
Ich empfehle mit einfachen Basisübungen zu beginnen, um zu lernen wie man das Schwert möglichst mühelos bewegt. Dann lernst du der Reihe nach die Bewegungsabfolge der Form.
Jeder Taiji-Stil hat eigene Formen. Die 54-teilige Taiji-Schwertform des Yang-Stils zählt zu den bekanntesten Formen. Hat man die Formabfolge und die verschiedenen Techniken kennengelernt, beginnt der wichtigste Teil des Trainings: das regelmäßige Üben und die Verfeinerung der Bewegungen. Auch einfache Kontaktübungen mit Partnern sind hilfreich, um ein besseres Gefühl für die Handhabung zu entwickeln.
Video: Yang-Stil Taiji-Schwert, 54 Bewegungen.
Taiji-Schwert ist keine Übung, die sich schnell erlernen lässt – und genau das macht es wertvoll. Es schärft die Wahrnehmung, verfeinert die Koordination und vertieft die gesamte Taiji-Praxis. Wer sich darauf einlässt, findet eine Bewegungskunst, die Freude an Bewegung, Fokus und kontinuierliches Wachstum auf einzigartige Weise verbindet.
Er unterrichtet seit über 30 Jahren Taiji Quan und Qigong, leitet Ausbildungen und ist Co-Autor von: „Der Weg des Qigong“. In seinen Kursen bekommen Anfänger*in eine fundierte Einführung, Lehrende schätzen seine vertiefenden Hinweise. Es ist ihm ein Anliegen seine Erfahrung systematisch und gut nachvollziehbar weiterzugeben.
Tägliches Qigong und Taiji Quan schenken ihm Gesundheit, innere Ruhe und Kraft im
Alltag. Besonders in herausfordernden Lebensphasen haben sie sich als verlässliche
Stütze bewährt.

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