
Qigong Morgenroutine
Wie du die ersten Minuten deines Tages gestaltest, gibt die Richtung vor. Eine kurze Qigong-Morgenroutine holt Körper und Geist sanft aus dem Nachtmodus – mit
Das Wichtigste in Kürze
In Qigong Übungen verbinden wir Bewegung, Atem und Aufmerksamkeit zu einer Einheit. Dementsprechend sind positive Wirkungen sowohl körperlich als auch geistig spürbar.
Innere Ruhe und Zentrierung, Geschmeidigkeit und Entspannung, einen freien Kopf und ein heiteres Gemüt kannst du schon nach einer Übungseinheit spüren.
Anstatt mit sich und anderen im ständigen Wettbewerb zu sein, entwickelt man ein Gespür für den eigenen Körper und die eigenen Möglichkeiten. Die Bewegungen sind zumeist fließend, das fördert die Elastizität und macht geschmeidig.
Häufig wird davon ausgegangen, dass nur ein hoher Krafteinsatz und Anstrengung einen gesundheitlichen Nutzen haben. Das hat vor allem im Leistungssport seine Berechtigung, aber: Der Weg des Qigong ist ein sanfter. Auch Menschen mit langjähriger Qigong Erfahrung staunen immer wieder darüber, dass man mit Nachgiebigkeit, vor allem sich selbst gegenüber, mehr erreicht und sich energiegeladen fühlt!
Im bewegten Qigong werden die Übungen in der Regel im Stehen ausgeführt. Es gibt aber auch Übungen mit Gewichtsverlagerung und Schritten. Das sogenannte stille Qigong gibt eine Position vor, aber keine Bewegung.
Der Begriff Qigong (tschigung gesprochen) setzt sich aus den Begriffen Qi (氣) Lebensenergie und Gong (功), gleichbedeutend mit Gong Fu, (Arbeit, intensive Beschäftigung, Meisterschaft) zusammen. Also vereinfacht übersetzt bedeutet Qigong Arbeit mit der Lebenskraft Qi. Früher waren auch andere Schreibweisen wie Qi Gong, oder Chi Kung verbreitet. (Gong Fu ist übrigens nur eine andere Schreibweise für Kung Fu)
Die Philosophie von Yin und Yang spielt im Qigong, aber auch in anderen traditionellen Künsten wie der Chinesischen Medizin (TCM), eine wichtige Rolle. Wenn Yin und Yang im Organismus ausgeglichen, in Harmonie sind, ist der Mensch gesund. Diese Art von Harmonie ist nicht auf einen Idealzustand ausgerichtet, sondern dynamisch und in ständiger Veränderung.
Immer wieder die Balance zu finden ist ein wichtiges Anliegen im Qigong. In Übungen kannst du durch ständige Wechsel von Spannung und Entspannung Blockaden effektiv lösen lernen. Anstelle von Verspannung (zu viel Yang), kann nun Entspannung entstehen und anstelle von Erschlaffung (zu viel Yin) kann nun gesunde Spannung entstehen.
Es ist kein Widerspruch, dass man im Qigong einerseits eine tiefgehende Entspannung (Yin) erfährt und zum anderen wieder frische Kraft und Lebendigkeit (Yang) spürt.
Um gute Resultate mit Qigong zu erzielen, müssen wir nicht wissen, wo Ungleichgewichte sind! Wir dürfen darauf vertrauen, dass die Selbstheilungskräfte die natürliche Balance wiederherstellen. Daher brauchst du auch nicht für jedes Symptom eine spezielle Übung.
Diese Aspekte, auch Regulationen genannt, sind:
• die körperliche Bewegung
• der Atem
• die Ausrichtung der Aufmerksamkeit
Zunächst erlernt man eine Bewegung und verbindet die Atmung mit der Bewegung. Im Augenblick zu sein, den Zustand Entspannter Aufmerksamkeit zu finden, erhöht die Wirksamkeit der Übungen. In weiterer Folge kann man die Aufmerksamkeit auf verschiedene Regionen des Körpers richten oder die Intention einsetzen um spezielle Wirkungen zu erzielen.
Im Qigong gibt es eine große Vielfalt an Übungsformen. Einige davon stelle ich dir hier im Blog ausführlich vor:
Ob jung ob alt spielt keine Rolle, es gibt im Prinzip keine Einschränkungen. Falls du einen permanent hohen Stresslevel hast und nicht mehr abschalten kannst, fang am besten gleich damit an. Wenn du viel sitzt, wenig Bewegung machst, kannst du mit Qigong wieder Freude an Bewegung erfahren. Wenn dein Kopf nicht zur Ruhe kommt, wirkt bewusstes Bewegen sehr gut, um wieder Urlaub vom Denken zu bekommen.
Am besten probierst du es bei qualifizierten Lehrenden aus um zu sehen, ob es für dich passt. Weiter unten findest du einen Link zu einer Übung.
Wenn du dich nach einem Qigong Kurs entspannter, gelassener und zufriedener fühlst, hast du die beste Motivation um dran zu bleiben. Die Verstärkung positiver Gefühle kann dir Mut und Vertrauen schenken und Sorgen und Grübeln vertreiben.
Es bedarf wenig Aufwand um mit Qigong gute Wirkungen zu erzielen. Du benötigst keine spezielle Ausrüstung, der Platzbedarf ist gering, sodass du es auch gut in deinem Alltag einbauen kannst, auch zwischendurch.
Qigong ist eine einfache Methode der Selbsthilfe, es stärkt die Selbstheilungskräfte und bringt uns mit uns selbst in Einklang.
Gerade wenn der Alltag viel abverlangt, ist Qigong die Methode der Wahl, um sich wieder zu regenerieren und die Lebensenergie nachhaltig aufzubauen. Ein Segen, dass es diese wunderbaren Übungen bis ins 21. Jahrhundert geschafft haben.
Im Buch „Der Weg des Qigong“, an dem ich als Co-Autor mitgeschrieben habe, findest du die Grundlagen und die Theorie des Qigong ausführlich erklärt, mit Basisübungen, Fotos und Videos. Es eignet sich für Einsteiger und Fortgeschrittene.
Am einfachsten startest du mit meinem Qigong Basiskurs als Video: vier Einheiten à 20 Minuten und zwei kurze Bonus-Einheiten, verständlich erklärt zum einfachen Mitmachen. Er ist für Einsteiger gedacht und auch für alle, die nach einer Pause wieder beginnen wollen.
Hier geht es zur Übung, in der ich dir alle 3 Aspekte der Übung erkläre.
Die Wirkung ist bei beiden Bewegungskünsten ähnlich. Qigong-Übungen sind in der Regel einfacher und deswegen leichter zu erlernen. Einzelne Übungen von Qigong-Systemen werden oftmals wiederholt.
Tai Chi, eigentlich Taiji Quan, ist eine innere Kampfkunst. Dabei lernt man zunächst eine längere, zusammenhängende Bewegungsabfolge mit Schritten, die sogenannte Form.
Sowohl Taiji Quan als auch Qigong fördern eine geschmeidige Beweglichkeit, einen entspannten Atem, Zentrierung und geistige Ruhe. Taiji-Qigong bietet die Möglichkeit, einzelne Bewegungen aus der Taiji-Form oftmals zu wiederholen.
Yoga kommt aus Indien und arbeitet mit Haltungen, in denen man verweilt. Dabei steht man oder kniet auf der Matte. Das im Westen verbreitete Yoga betont oftmals Dehnung und Kräftigung.
Qigong ist in China entstanden. Ein Merkmal sind fließende Bewegungen in Verbindung mit entspannter Atmung und gerichteter Aufmerksamkeit. Das Ziel ist, das Qi (die Lebenskraft) ins Fließen zu bringen und aufzubauen.
Sowohl Qigong als auch Yoga zeigen in Studien positive Wirkungen. Wenn du dich gerne bewegst und dabei entspannen willst, ist Qigong eine gute Wahl. Wer beim Yoga zu ehrgeizig übt, riskiert Verletzungen. Überanstrengung gehört laut Studien zu den häufigsten Ursachen. Qigong ist gelenkschonend, ernsthafte Nebenwirkungen sind aus Studien nicht bekannt.
Quellen: Cramer et al. 2017; Wayne et al. 2014
Weder noch. Im Sport ist meist ein gewisser Leistungsdruck da, angestrebt wird eine Steigerung von Kraft oder Ausdauer.
Beim Qigong geht es darum, den Körper wieder bewusst zu spüren und Bewegungen so anzupassen, dass sie sich natürlich anfühlen. Geduldiges Üben wird mit einem ganzheitlichen Körpergefühl belohnt und bringt einen guten Ausgleich zum Alltagsstress.
Meditation findet zumeist im Sitzen statt. Nicht alle finden dabei Ruhe, und körperliche Schmerzen bei längerem Sitzen mindern die gewünschte Wirkung. Im Qigong können auch Ungeübte relativ bald innere Ruhe erleben. Teilnehmende erzählen häufig, dass sie wunderbar abschalten und den Kopf frei bekommen. Qigong und Taiji Quan (Tai Chi) haben zwar einen meditativen Charakter, sind aber nicht mit Meditation gleichzusetzen.
Eine wichtige Zielsetzung im Qigong ist das Erlangen von Harmonie, also der Ausgleich von Körper und Geist in Verbindung mit der Atmung. Die allermeisten Qigong-Systeme sind neutral und, unabhängig von Glauben und Religion, für jeden zugänglich.
Seriöse Anbieter von Qigong-Kursen machen weder Heilsversprechen, noch stellen sie übernatürliche Fähigkeiten in Aussicht.
Gewisse Schulen wie das Shaolin-Qigong haben einen Bezug zum Buddhismus chinesischer Prägung, traditionelle Wudang-Systeme stehen in Verbindung mit dem religiösen Daoismus. Inwieweit das im Unterricht eine Rolle spielt, hängt von den Lehrenden ab.
Er unterrichtet seit über 30 Jahren Taiji Quan und Qigong, leitet Ausbildungen und ist Co-Autor von: „Der Weg des Qigong“ und „Ba Duan Jin“. In seinen Kursen bekommen Anfänger*innen eine fundierte Einführung, Lehrende schätzen seine vertiefenden Hinweise. Es ist ihm ein Anliegen seine Erfahrung systematisch und gut nachvollziehbar weiterzugeben. Tägliches Qigong und Taiji Quan schenken ihm Gesundheit, innere Ruhe und Kraft im Alltag. Besonders in herausfordernden Lebensphasen haben sie sich als verlässliche Stütze bewährt.

Wie du die ersten Minuten deines Tages gestaltest, gibt die Richtung vor. Eine kurze Qigong-Morgenroutine holt Körper und Geist sanft aus dem Nachtmodus – mit

Taiji Schwert (Tàijí Jiàn 太極劍) zählt zu den beliebtesten Waffenformen des Taiji Quan. Wer es zum ersten Mal in Bewegung sieht, ist oft überrascht: Die

Die Anmut – Natürlicher Ausdruck innerer Klarheit Das Zeichen H 22 zeigt eine unaufdringliche, stille Präsenz, die sich nicht an Äußerlichkeiten orientiert. Dies zeugt von
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2 Kommentare zu „Was ist Qigong?“
Toller Beitrag über Qigong, super zusammengefasst. Danke Frank!
Hallo Lina, vielen Dank, das freut mich zu hören!